Ofen anzünden | Ofen richtig bedienen | Brennholz | Tipps und Tricks

Tipps und Tricks zum Ofen anzünden

Tipps und Tricks zum Ofen anzünden
Ofen anzünden | Ofen richtig bedienen | Brennholz | Tipps und Tricks (Quelle: © contrastwerkstatt - Fotolia.com)

Das richtige Befeuern des Ofens ist gar nicht so schwer. Effizientes Heizen leicht und verständlich erklärt.


Es ist natürlich kein Geheimnis das der Ofen durch die Verbrennung des Holzes Wärme erzeugt, aber wie funktioniert das genau? Nur die richtige Bedienung des Ofens ermöglicht auch das Ausnutzen der kompletten Leistungsfähigkeit, daher möchte ich Sie mit diesem Ratgebertext über die Funktionsweise des Ofens informieren und wertvolle Tipps zum Anheizen geben.


Die Vorbereitungsphase:

Bevor Sie ihren Kaminofen „starten“, gibt es ein paar Sachen die die Leistungsfähigkeit des Ofens steigern und Sie ohne größeren Aufwand umsetzen können.Der erste Punkt klingt profan, ist aber sehr wichtig. Wie die meisten Lebewesen auf der Welt benötigt Feuer Sauerstoff, um ordentlich brennen zu können. Diesen Sauerstoff nimmt der Ofen aus dem jeweiligen Aufstellungsraum. Um die Luft  in diesem Raum mit O2 anzureichern hilft es, eine ordentliche Lüftung durch das Öffnen der Fenster herbeizuführen. Das dauert eine bestimmte Zeit, je nach Größe ihrer Wohnung und/oder Fenster.


Sie brauchen aber diese Zeit nicht mit Warten verbringen, sondern können am Ofen direkt weitere Schritte ausführen. So ist das Einstellen der primären Luftzufuhr auf die größte Zugstufe für das Anheizen wichtig und kann sehr schnell ausgeführt werden. In den meisten Fällen ist nur das seitliche Einstellrad auf eine höhere Stufe einzustellen. Weiter geht es dann mit dem Reinigen der Brennkammer von Asche und anderen Verbrennungsresten, auch das ist parallel zum Durchlüften möglich. Wenn diese beiden Schritte absolviert sind, sollten Sie sich ihrem Brennholzbestand annehmen und schauen, ob er für die bevorstehende Heizaktion ausreicht. Falls nicht, haben Sie sicherlich noch genug Zeit, neues Brennholz aus den Lagerbeständen z.B. von außerhalb des Hauses zu holen und ihren hausinternen Vorrat damit aufzustocken. Wenn auch das erledigt ist, sollte die Dauer des Lüftens auch ausreichen und die Fenster können wieder geschlossen werden.


Feuer im Brennholz-Ofen

Feuer im Kamin (Quelle:  © kingnetz.de)


Anzündphase

Nun können Sie beginnen, die Brennkammer mit geeignetem Kaminholz zu füllen. Holz ist dann geeignet, wenn es über die passende Größe, den richtigen Holztyp und natürlich über das richtige Trockenniveau von unter 20 % Restfeuchtigkeit verfügt. Dabei ist gerade die letzte Eigenschaft von zentraler Wichtigkeit, da sonst die eigene Anlage und die Umwelt Schaden nehmen können. Die Anordnung der Brennhölzer sollte pyramidenförmig sein. Diese Form eignet sich besonders, da so ein ausgeglichenes Feuer entsteht, was ein gleichmäßiges Glutbett zur Folge hat. Durch diese Glutschicht lässt sich besonders einfach Brennholz nachlegen, da es nur noch auf die Glut gelegt werden muss und es sich so von selbst entzündet. Probieren Sie es ruhig aus. Nun wieder zurück zum Anzünden.


Hat man die gewünschte Form und Füllmenge des Brennholzes erreicht, kann mit dem Anzünden begonnen werden. Ein Trick der das Anzünden erleichtert ist das Offenlassen einer kleinen Lücke am Boden der Holzpyramide. In diese positioniert man den Anzünder, brennt diesen an und verdeckt ihn mit einem Holzscheit. Der Anzünder sollte vorwiegend biologischer Herkunft sein, da sonst größere Mengen von zum Teil schädlichen Stoffen verbrannt werden und diese die Umwelt unnötig belasten können. Ein guter Anzünder auf natürlicher Basis ist z.B. getrocknete Birkenrinde. Fragen Sie einfach bei ihrem Brennholzhändler nach.


Da die Flammen nach oben brennen, wird so eine große Fläche der Holzpyramide erhitzt. Es findet so eine insgesamt schnellere Anzündphase statt, die sehr gleichmäßig verläuft. Nachdem das Anzünden erfolgreich verlaufen ist, muss natürlich die Tür der Brennkammer so schnell es geht geschlossen werden. Von diesem Zeitpunkt an, können Sie das langsam entstehende Feuer beobachten und müssen erst einmal nichts mehr machen als Warten. Die Wartezeit bis die erste Wärme zu spüren ist, ist abhängig von vielen verschieden Faktoren wie beispielsweise der Holzart, dem Anteil der Feuchtigkeit oder der Zufuhr von Frischluft für die Verbrennung. Natürlich müssen Sie nicht die ganze Zeit nur vor dem Ofen sitzen und aufpassen. Aber ein Kontrollblick alle 5 - 10 min sollte schon gemacht werden.


Ein kleiner Tipp: Man kann sich auch die Zeit merken, die der Ofen benötigt. So weiß man bei der nächsten Feuerung über die grobe Zeitdauer Bescheid und kann anderen Tätigkeiten nachgehen. Aber hier gilt natürlich: immer daran denken das Sie gerade ein Feuer machen! Ihre Aufmerksamkeitsbereitschaft darf sich durch die „Lückentätigkeit“ nicht verringern. Halten Sie alle paar Minuten Sichtkontakt mit ihrem Ofen und bewerten Sie den entstehenden Geruch sehr kritisch, um die Brandgefahr zu minimieren.


Zusammenfassung

  1. Durchlüften des Raumes
  2. Einstellung der Luftzufuhr
  3. Reinigung der Brennhkammer
  4. Kontrolle des Holzvorrates
  5. Befüllen der Brennkammer in Pyramidenform
  6. Platzieren des Anzünders
  7. Kontrolle des Feuers




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Josephine Ludwig
Josephine ist Studentin der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau. Sie selbst ist begeisterte Brennholzofenbesitzerin und gibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen gern weiter.
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