Esche | Kaminholz | Hartholz

Esche als Brennholz

Esche als Brennholz
Esche | Kaminholz | Brennholz (Quelle: © chulja - Fotolia.com)

Esche wächst vorrangig an feuchten Gebieten wie Seen, Flüsse oder Tümpel. Diese Baumart gehört in die Kategorie der Harthölzer. Das Holz verbindet dabei Stabilität mit sehr großer Elastizität und wird weithin als Edelholz bezeichnet. Die vielseitige Einsetzbarkeit, gerade der Elastizität wegen, zeigt sich besonders bei der Werkzeugherstellung und bei der Produktion von Möbeln. Darüber hinaus besitzt die Esche  ein sehr regelmäßiges Holzmuster, weshalb sie sich als Werkstoff für diverse Verkleidungsarbeiten wie z.B. Parkett oder andere ähnliche große Sichtflächen eignet. Auch als Brennholz kann Esche gut verwendet werden.


Vorteile

Die Esche ist, obwohl Sie zu den Edelhölzern zählt, auch als Kaminholz sehr gut verwendbar. Sie verfügt über einen sehr hohen Brennwert, welcher bei ca. 2000 kWh/m³ liegt (ähnlich der Buche). Mit diesem Wert liegt das Holz auf dem deutschen Brennholzmarkt ganz vorn an der Spitze. Auch bezüglich des Gewichtes ist Esche unter den schwersten Holzarten, die in Deutschland wachsen, zu finden.


Für einen Kubikmeter Holz sind durchschnittlich 740 kg Gewicht zu rechnen. Das Holz legt so die Grundlage, für eine ordentliche Verbrennung. Allerdings verfügt es im Vergleich zu seinem Gewicht wenig bis sehr wenig Harz. Daher entsteht beim Verbrennen keinerlei Funkenflug, der bei geöffneten Öfen zur potentiellen Gefahr werden könnte. Das Eschenholz eignet sich besonders für Sichtöfen oder offene Kamine, bei denen man das Feuer beobachten kann.


Esche | Eberesche | Früchte (Quelle: © Sepp Waldhandwerk - YouTube.com)


Das Holz der Esche hat ein sehr typisches und ansehnliches Flammenbild. Es unterscheidet sich dadurch von den meisten anderen Brennholzsorten, die auf dem Markt angeboten werden.  Es verfügt gleichzeitig über eine sehr lange Brenndauer. Diese garantiert ein imposantes Flammenbild: klare, große Flammen schlagen um das rotglühende Holz und machen jedem eindrucksvoll begreiflich, warum Feuer auch zu Unterhaltungszwecken genutzt werden kann. Weiterhin bildet sich bei der Verbrennung von Eschenholz sehr viel Glut, was das nachlegen von neuem Holz erleichtert. Denn dieses entzündet sich dann wie von selbst, wenn man es auf das vorhandene Glutbett legt. Gerade im Bereich der Glutbildung hat Esche auch einen anderen Vorteil: die Escheglut ist besonders langlebig.


Neben dieser Eigenschaft gilt Eschenholz als sehr langsam abrennendes Holz. Dadurch ergeben sich für Sie weitere Vorteile. Einer davon ist, dass weniger Holz nachgelegt werden muss, denn das Holz der Esche liegt länger im Ofen bis es komplett zu Asche verbrannt ist. Folglich erhöht sich durch den langsamen Abbrand auch die Dauer der Wärmeabstrahlung, was für Sie wieder weniger Arbeit bedeutet. Alles in Allem betrachtet, ist die Esche zu Recht die Nummer vier des deutschen Brennholzrankings.


Esche | Hartholz | Kaminholz (Quelle: © emer - Fotolia.com)


Nachteile

Nachteile finden sich in der langen Lagerzeit und in der doch körperlich schweren Holzbearbeitung. Da Eschenholz sehr massiv ist, dauert es besonders lange bis es das geforderte Feuchtigkeitsniveau von maximal 20 % erreicht. Werte von bis zu 36 Monaten, also 3 Jahre sind dabei leider keine Seltenheit. Durch die massive Struktur des Holzes und der sehr harten und widerstandsfähigen Rinde, verdunstet die vorhandene Feuchtigkeit nur sehr langsam.


Zusätzlich bewirkt der widerstandsfähige Aufbau einen sehr großen Aufwand, das Holz in brennholztaugliche Einzelstücke zu zerlegen. Nutzen Sie dafür unbedingt maschinelle Unterstützung, das Holz ist sehr widerspenstig. Gerade bei der Bearbeitung von Eschenholz gilt deswegen, lieber vom Nachbarn die mechanische Motorsäge oder den Holzspalter ausborgen, als daheim mit bloßen Handwerkzeugen fast schon unmögliches zu versuchen.


Esche | Hartholz | Brennholz (Quelle: © GoetzBaumpflege - YouTube.com)


Da gerade bei Eschenholz eine rasche Zerlegung des Holzes für die Trocknung von großer Wichtigkeit ist, muss das frisch geerntete Holz ordentlich bearbeitet werden, damit die Lagerung und Trocknung so schnell wie möglich beginnen kann. Es muss zum einen die Rinde vom Holz gelöst werden und zum anderen das Holz in lagerfähige Stücke zerlegt werden, damit aus Eschenholz ordentliches Brennholz wird.


Aber wie oben schon erwähnt ist es notwendig, noch min. 2,5 Jahre warten zu können, da vorher das benötigte Feuchtigkeitsniveau nicht erreicht wird. Erst nach diesem Zeitraum ist aus dem Eschenholz auch wirklich brauchbares, gutes Brennholz geworden. Eschenholz ist wie guter Wein, je länger der Reifeprozess angedauert hat, desto besser ist die Qualität des Holzes!

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Josephine Ludwig
Josephine ist Studentin der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau. Sie selbst ist begeisterte Brennholzofenbesitzerin und gibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen gern weiter.
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